REKognize! - Teilhabe durch digitales Knowhow

Stiftung Deutsche Fernsehlotterie

Seit September 2023 setzt der ASH Sprungbrett e.V. das Modellprojekt REKognize! um – gefördert von der Deutschen Fernsehlotterie und dem Deutschen Hilfswerk. Über einen Zeitraum von drei Jahren verfolgt das Projekt eine klare Mission: Jugendliche sollen digitale Fähigkeiten entwickeln, mit denen sie die Zukunft ihrer Region aktiv und verantwortungsbewusst mitgestalten können. Digitale Befähigung als Schlüssel zu Teilhabe, gesellschaftlichem Engagement und Verantwortung – das ist der Kern von REKognize!

Im Mittelpunkt der Projektarbeit steht die Förderung von Medienkompetenz – vermittelt durch passgenaue Workshops und niedrigschwellige Angebote, die sich an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Jugendlichen orientieren. Wiederkehrende Bedarfsanalysen stellen sicher, dass die Inhalte aktuell und relevant bleiben. Ein besonderes Augenmerk gilt dem kritischen und sicheren Umgang mit Informationen und Daten im digitalen Raum. Gleichzeitig lernen die Teilnehmenden, verschiedene digitale und mediale Tools selbstständig zu nutzen – als Grundlage dafür, sich in sozialen und politischen Prozessen einzubringen. Weil viele Jugendliche zu Projektbeginn wenig Erfahrung im Umgang mit sensiblen Online-Inhalten mitbringen, gehört auch die Förderung eines respektvollen digitalen Miteinanders zum festen Bestandteil des Angebots.

Eine eigene Beteiligungsplattform aufzubauen ist eines der zentralen langfristigen Vorhaben des Projekts. Dieser Prozess wird bewusst schrittweise und gemeinsam mit den Jugendlichen gestaltet – angepasst an ihre Kenntnisse, Kapazitäten und Interessen. Besonders der souveräne Umgang mit Social Media sowie das eigenständige Pflegen von Websites spielen dabei eine wichtige Rolle, denn sie geben der Zielgruppe die technischen Werkzeuge an die Hand, um ihre Stimme hörbar zu machen.

Gesellschaftliche Teilhabe wird bei REKognize! nicht nur als Ziel, sondern als gelebte Praxis verstanden. In interaktiven Workshops zu politischer Bildung und Sozialkompetenz erfahren die Jugendlichen, welche Rechte sie haben und wie sie diese im digitalen wie im analogen Raum einsetzen können. Spielerische Methoden machen es möglich, Bedarfe zu benennen, demokratische Prozesse auszuprobieren und eigene Perspektiven in Form von Fotos und Videos festzuhalten – veröffentlicht auf der Projekthomepage und einem von den Jugendlichen selbst betriebenen Social-Media-Kanal.

Darüber hinaus schafft REKognize! Räume, in denen junge Menschen ihre Vorstellungen und Fragen zur Zukunft einbringen können. Verschiedene digitale Beteiligungsformate und praxisnahe Workshops bieten ihnen exklusive Möglichkeiten zur Mitsprache. Das Projekt verfolgt dabei die Vision, über die einzelnen Kommunen hinaus ein gemeinsames Forum zu etablieren, in dem die Anliegen und Sorgen der Jugendlichen gehört und sichtbar gemacht werden.

Die folgende Projektseite wurde maßgeblich von den beteiligten Jugendlichen gestaltet.

Projekte im Blitzlicht

(c) eigene Aufnahme

Regeln des Gruppenchats

In unserer Gruppe zu Medienkompetenz haben wir mit den Jugendlichen im Alter von 11-13 Jahren an den Grundlagen eines sicheren Umgangs mit digitalen Medien gearbeitet, mit Fokus auf Regeln in Gruppenchats, Datenschutz und Schutz persönlicher Rechte.

(c) eigene Aufnahme

Burger und Demokratie

Bei der demokratischen Abstimmung über die Gestaltung einer kommenden Sitzung haben sich die Jugendlichen für das Thema "Kochen" entschieden. Gemeinsam wurde beschlossen, Hamburger mit Pommes selbst zuzubereiten und anschließend in der Gruppe zu genießen. Dieses praktische Beispiel verdeutlicht, wie Entscheidungsprozesse funktionieren – und bei der Dokumentation der Aktion werden die Bildrechte ganz hoch gehalten!

(c) eigene Aufnahme

Roblox Memory-Spiel als Einstieg

Der Themeneinstieg ins Gaming startete mit einem speziell entwickelten Memory-Spiel zur beliebten Gaming-Plattform Roblox. Dieses Lernformat ermöglichte es den Jugendlichen, sich spielerisch wichtige Begriffe und Konzepte rund um die Online-Spielewelt anzueignen.

(c) eigene Aufnahme

#FairplayundMitbestimmung

Hasan: "Wir haben gelernt, was Demokratie ist. Dafür haben wir ein Fußballturnier gemacht.

Zuerst durften alle sagen, was sie machen wollen. Dann haben wir abgestimmt. Die meisten wollten Fußball spielen. Das haben dann alle akzeptiert, auch wenn sie am Anfang eine andere Idee hatten."

(c) eigene Aufnahme

#BlickAufDenBall

Leon: "Danach haben wir alles selbst geplant. Wir haben die Regeln für das Spiel aufgeschrieben. Wir haben Teams gemacht, die fair gemischt waren. Jeder hat mitgeholfen.

Das Turnier hat viel Spaß gemacht. Wir haben gut als Team zusammengespielt und waren fair zueinander. Es war wichtig, dass alle mitmachen können, egal wie gut sie in Fußball sind."

(c) eigene Aufnahme

#BallGefuehl

Hasan: "Am Ende haben wir verstanden: Demokratie bedeutet, dass alle mitentscheiden. Man muss sich an die Regeln halten und zusammenarbeiten. Das war ein super Tag"

Elias: "Abstimmen war cool! Ich fand es super, dass meine Stimme gezählt hat."

Rawan: "Das Fußballturnier hat mega Spaß gemacht. Wir waren ein richtig gutes Team!"

(c) eigene Aufnahme

Was ist gut hier?

„Was ist gut hier?" – Mit dieser Frage lädt REKognize! Jugendliche ein, sich aktiv mit ihrem Lebensumfeld auseinanderzusetzen. Im Fokus stehen die Entwicklung der Region und die Zukunftsthemen des Kreisgebiets – denn die junge Generation soll nicht nur gehört werden, sondern die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nehmen. www.instagram.com/rek_ognize/

(c) eigene Aufnahme

Zukunft mit gestalten!

In praxisnahen Workshops kommen Jugendliche zusammen, um ihre Wünsche und Anliegen rund um ihr Lebensumfeld zu artikulieren. Ob sichere Wege, bessere Freizeitmöglichkeiten oder andere Themen, die ihren Alltag betreffen – hier bekommt die junge Generation eine Stimme und gestaltet die Zukunft ihrer Region aktiv mit.

(c) eigene Aufnahme

Onlinespiel entwicklen

Jugendliche entwickelten ihr eigenes Onlinespiel – von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung. In einer Entwicklerumgebung, die an eine echte Spielentwicklungsfirma angelehnt war, übernahmen die Teilnehmenden Verantwortung in spezialisierten Teams: ob Design, Spielmechanismen, Programmierung oder der Gestaltung des Außenauftritts – jede und jeder brachte seine Stärken ein und erlebte digitale Kreativarbeit hautnah.

Einträge der Jugendlichen

Burger und Demokratie

Bericht 1: "Wir begannen das Rezept zu lesen, dann teilten wir jedem in unserer Gruppe eine Aufgabe zu. Einer begann das Gemüse zu waschen und ein anderer daraufhin es zu schneiden. Währenddessen haben die anderen die Soße vorbereitet. Daraufhin haben wir die Pommes gewürzt und in den Ofen getan. Nun begannen wir mit dem Anbraten des Fleisches. Währenddessen hat jemand die Brötchen aufgeschnitten um später die Burger belegen zu können. Als unser Fleisch fertig war, konnten wir den Burger belegen. Damit hatten wir einen saftigen, selbstgemachten, geilen krassen Burger!!"

Bericht 2: "Heute hatten wir ein sehr schönes Erlebnis, wir haben zusammen gekocht als Gruppe. Es gab 3 Gruppen und in unserer Gruppe waren wir zu viert. Als erstes haben wir die Aufgaben verteilt: Wer macht was. Und dann am Ende hat jeder seinen eigenen Burger gemacht. Ich fand das richtig schön! Am Ende haben wir alle zusammen gegessen, es war richtig nett, ich würde euch empfehlen zusammen zu kochen!"

Rezept der Jugendlichen für eine selbstgemachte Hamburger-Sauce. Folgende Zutaten vermengen:

  • 330 g. Mayonnaise
  • 4 1/2 EL Tomatenmark; evtl. etwas mehr
  • 12 TL Gewürzgurken, ganz fein gehackt
  • 3 TL Chilischoten, rote, ganz fein gehackt (muss nicht sein)
  • 3 EL Zwiebeln, ganz fein gehackt
  • 1 1/2 TL Apfelessig
  • 4 1/2 TL Paprikapulver
  • 3 Prisen Salz

#Kochen #KochenMachtSpass #Gruppenarbeit #Zusammenhalt #ZusammenEssen

Die Berichte wurden von den Jugendlichen im Anschluss an das Kochen geschrieben. Die während der Maßnahme aufgenommenen Fotos wurden mit Blick auf die Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Teilnehmenden von den Jugendlichen eigenständig gesichtet, passende Posts für die online Präsentation geschrieben sowie Hashtags erarbeitet und abschließend alles online eingearbeitet.

HipHop Gruppe

1. Strophe
Ich stehe morgens auf und ab in die Schule
Mit dem Bus nach Bergheim City treffe dort die Coolen
Erste Stunde lerne ich, dann schwänze ich die zweite
Kommt der Lehrer auf dem Gang, dann suche ich das Weite

Pre-Chorus
Kunst, Mathe, Sport und so das ist mir viel zu viel
Ich mach lieber was ich will doch habe auch ein Ziel
Geodreieck, Lineal Teenie sein ist unnormal

Chorus
Du willst Respekt? (Jaaaa) dann nutz dein`n Kopf (Uhhhh)
Rein in die Schule, (Jaaaa) gönn dir den Stoff, (Uhhhh)
Crew im Rücken, Bergheim City, komm sei fair und mach kein Stress
Buntes Team in einem Haus — auf dem Schild steht EKS.


2. Strophe
Hängen vor der Mensa ab, die Glocke klingt und es geht ab,
Klassenraum, Referat Lehrer springen im Quadrat,
Ein Mädchen gibt mit Blickkontakt hat mich direkt am Herz gepackt,
Gucke links gucke rechts, verdiene mir Respekt.

Pre-Chorus
Kunst, Mathe, Sport und so das ist mir viel zu viel
Ich mach lieber was ich will doch habe auch ein Ziel
Geodreieck, Lineal Teenie sein ist unnormal

Chorus
Du willst Respekt? (Jaaaa) dann nutz dein`n Kopf (Uhhhh)
Rein in die Schule, (Jaaaa) gönn dir den Stoff, (Uhhhh)
Crew im Rücken, Bergheim City, komm sei fair und mach kein Stress
Buntes Team in einem Haus — auf dem Schild steht EKS

Der Song wird auf dem diesjährigen Sommerfest der EKS präsentiert.

Was brauche ICH hier, um gut zu leben?

Zeige uns Deine Lebenswelt und beteilige Dich an der Foto-Reise. Kontakt unter ada@ash-sprungbrett.de

  • In unserem Projekt geht es um die Lebenswelt von jungen Menschen - also um alles, was ihren Alltag prägt: Menschen, Orte, Schule, Gefühle und Zukunft.
  • Im Fokus steht die Frage: Was ist wichtig für ein gutes Leben? Was fehlt vielleicht noch?

So funktioniert das Projekt: Jede Woche wird eine Frage gestellt. Die Teilnehmenden beantworten sie mit Fotos aus ihrem Alltag. Die Bilder werden gesammelt und über Instagram unter www.instagram.com/rek_ognize/ geteilt.

  • Ziel ist es, Perspektiven sichtbar zu machen und zu zeigen, wie unterschiedlich Lebensrealitäten aussehen können.
  • Warum ist das wichtig? Das Projekt schafft Raum für Austausch, Beteiligung und macht die Stimmen junger Menschen sichtbar.

Redaktion: Das Projekt wurde im Juni 2026 abgeschlossen.

Was brauche ICH hier, um gut zu leben?